Das Starbucks-Geheimnis. Wie aus Kaffee Gold wird
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Zu viel des Guten
von A2MF8QZV5UWP0NSelbst wenn ich mich noch dunkel an die Zeit ohne Starbucks und "Coffee to go" erinnern kann - ein Leben ohne die "Coffee Shops", wie auch immer sie heißen und welcher Kette sie angehören mögen, das möchte ich mir nicht mehr vorstellen. Ob Starbucks dafür verantwortlich ist oder jemand anders, ich bin jedenfalls dankbar.
Aus diesen Grund habe ich angefangen, das vorliegende Buch zu lesen und wurde doch maßlos enttäuscht. Man erfährt zwar vermeintlich viel über das Erfolgsgeheimnis von Starbucks, aber die vielen Anekdoten, die belegen sollen, wie großartig Starbucks ist, waren einfach "too much".
Auf über 190 Seiten wird dargelegt, wie uneigennützig, motiviert, hilfsbereit die Mitarbeiter sind, aber viel zu wenig über Starbucks selbst. Kaum etwas darüber, wie Starbucks entstanden ist, warum es überhaupt Starbucks heißt und wie aus einem kleinen Cafe eine "Coffee-House"-Kette mit mehreren tausend Filialen in mehr als 37 Länder geworden ist.
Ich hätte gerne mehr über den Gründer selbst, seinen Charakter, die Rückschläge auf dem Weg zu Erfolg, mehr über die Kaffee-Kreationen wie Frappuccino hören wollen. Mehr über die Veränderungen, die Starbucks mit sich gebracht hat (eine "Coffee-to-go"-Mentalität in Deutschland und anderen Ländern zu etablieren) und dies vielleicht noch eingebettet in die Zeitgeschichte (Internet, Web 2.0, etc.). Denn daran hätte man auch verdeutlichen können, wie groß der Einfluss ist, wie man eben aus Kaffee Gold macht und glaubhaft aufzeigen können, worauf der Erfolg beruht bzw. was andere vielleicht davon lernen können.
Stattdessen wird immer wieder anhand von persönlichen Geschichten, sei es aus Kunden- oder Mitarbeitersicht berichtet, wie sehr man sich um das Wohl der Kunden, der Gemeinde, der Stadt usw. sorgt - meines Erachtens hat der Autor da völlig über das Ziel hinaus geschossen. Vieles klingt einfach durch die vielen Wiederholungen, Lobpreisungen klischeehaft und nach Lobhudelei, obwohl es vom Autor sicherlich nicht beabsichtigt war und Starbucks nicht gerecht wird.
Anregende Lobeshymne
von A3AT7GU73GSKF1Wer die Fußgängerzone einer x-beliebigen Stadt durchmisst, wird mit ziemlicher Sicherheit auf eine Starbucks-Filiale stoßen. Hinter dieser Armada steckt eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. Buchautor Joseph A. Michelli analysiert sie Schritt für Schritt. Die daraus entstandene Story ist einleuchtend und klar, nicht zuletzt, weil Starbucks offensichtlich Prinzipien hat, an die man sich sogar hält und die man konsequent umsetzt. Über allem steht das Ziel Qualität, vor allem beim Produkt und beim Service. Qualität hat ihren Preis, und den zahlen die zahlreichen Starbucks-Fans bereitwillig. Michelli hält die Kaffeehauskette unübersehbar für den absoluten Musterknaben moderner Unternehmensführung. Als Musterbuch muss man sein Werk wohl auch verstehen ansonsten würde man es für eine peinlich unkritische Lobhudelei halten. Am Ende jedes Abschnitts gibt es einen Kasten Was man lernen kann und eine Seite mit Tipps und Anregungen für das eigene Unternehmen. Von den nervenden Lobeshymnen einmal abgesehen, empfiehlt getAbstract das Buch Managern aller Hierarchiestufen als anschauliches Beispiel für gute Unternehmensführung.
Wir haben uns alle ganz doll lieb...
von A3UFWSYK084DSXStarbucks mag ein gelungenes Unternehmen sein, das Buch jedenfalls hat nichts mit "gelungen" zu tun. Es geht dem Autoren nicht darum, dass andere Unternehmen von den Starbucks-Prinzipien profitieren können. Es geht rein darum, in jedem zweiten Satz das Unternehmen in den Himmel zu loben. Regelmässig werden Erfolgsgeschichten eingestreut, die teilweise etwas arg absurd sind. Zum Beispiel ein Krebspatient am Sterbebett, dessen letzter Wunsch ein Starbucks Kaffee war. Oder ein Baby, dessen erstes Wort "Starbucks" war.
Klar, war in diesem Buch die ein oder andere Selbstververliebtheit zu erwarten. Doch eine normale Werbebroschüre wäre spannender gewesen.
Fazit: Das Buch bietet nicht, was der Titel verspricht.